Gemeindepädagogik und Lebensfeldorientierung

Da Förderung die Schaffung von Räumen beinhaltet, hat entwicklungssensible Sexualpädagogik den Bereich des Lebensfeldes des jungen Menschen im Blick. Über lange Jahre war Sexualpädagogik auf den Schulunterricht begrenzt oder auf Organisationen, die mit einem sexualpädagogischen Thema in eine Jugendgruppe kommen, um diese nach wenigen Stunden wieder zu verlassen. Damit war die Sexualpädagogik wegdelegiert vom Lebensort der Jugendlichen selbst.

Da entwicklungssensible Sexualpädagogik im Dreiklang von Information, Sensibilisierung und Förderung arbeitet, will sie Räume dort schaffen, wo der junge Mensch lebt. Daher vermittelt der Studiengang auch eine gemeindepädagogische und lebensfeldorientierte sexualpädagogische Praxis und stellt sich der Frage, wie sexualpädagogische Arbeit im Kontext von offener Jugendarbeit, von Schulsozialarbeit, von Streetworking, etc. umgesetzt werden kann.

Was wir im Studiengang lernen: Der Studierende erhält Instrumente an die Hand und lernt Konzepte kennen, mit denen er Sexualpädagogik lebensfeldorientiert arbeiten kann. Dabei lernt er Formen der unaufdringlichen Begleitung junger Menschen kennen und wie die Förderung von gelingender Sexualität im Feld offenen Arbeitens möglich ist.