{"id":783,"date":"2017-12-22T20:53:00","date_gmt":"2017-12-22T19:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/leib-bindung-identitaet.org\/?page_id=783"},"modified":"2017-12-22T20:54:04","modified_gmt":"2017-12-22T19:54:04","slug":"gelingende-sexualitaet","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/leib-bindung-identitaet.org\/en\/gelingende-sexualitaet\/","title":{"rendered":"Gelingende Sexualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Der Studiengang wurde nicht von Theoretikern, sondern von Praktikern entwickelt. Sie blicken zur\u00fcck auf eine beinahe 20j\u00e4hrige Erfahrung der Sexualberatung. Also der Beratung von Jugendlichen, von verliebten und verheiraten Menschen oder von Menschen, die mit ihrer Sexualit\u00e4t und ihren sexuellen Impulsen Schwierigkeiten hatten. Dabei machten sie in der Praxis der Sexualberatung eine Beobachtung: Die Ratsuchenden klagten alle dar\u00fcber, dass ihnen Sexualit\u00e4t nicht gelang. Was aber nicht gelang hatte weniger mit der Sexualit\u00e4t zu tun, die wir oft mit Geschlechtsverkehr gleichsetzen, sondern mit den anderen Faktoren, die die Sexualit\u00e4t umgeben: Der Partnerschaft und der Beziehungsf\u00e4higkeit; der Identit\u00e4t als Frau oder als Mann und den lebensgeschichtlich und gesellschaftlich vermittelten Erwartungen an die Geschlechter; den Gef\u00fchlen und Impulsen, die im Widerspruch zur eigenen Rationalit\u00e4t oder Moral standen.<\/p>\n<p>Letztlich erkannten sie in den Fragen der Menschen die Suche nach dem, was innerhalb der Sexualwissenschaften mit dem Begriff der\u201egelingenden Sexualit\u00e4t\u201c bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Was aber muss ein Mensch \u201ek\u00f6nnen\u201c, damit ihm Sexualit\u00e4t gelingt? In der derzeitigen wissenschaftlichen Diskussion um Sexualit\u00e4t und Geschlechtlichkeit k\u00f6nnen zwei \u201eLernfelder\u201c identifiziert werden. Das eine Lernfeld speist sich aus dem gesellschaftlichen Wandel der Geschlechter. Das andere aus der Frage, wie der junge Mensch die psychische Bef\u00e4higung zu einer gelingenden Sexualit\u00e4t entwickeln kann.<\/p>\n<p><strong>Der Wandel der Geschlechter als sexualp\u00e4dagogische Herausforderung<\/strong><\/p>\n<p>Die eher an den Ver\u00e4nderungen der Geschlechterbilder ausgerichtete Forschung stellt fest, der junge Menschen muss heute verst\u00e4rkt seine eigene Biografie entwickeln. Die Herausforderung ergibt sich aus dem \u00dcberangebot an gesellschaftlich und medial vermittelten sexuellen und geschlechtlichen Lebensentw\u00fcrfen. Ihnen steht der junge Mensch heute gegen\u00fcber und braucht daher kognitive und psychische F\u00e4higkeiten, um seine eigene Identit\u00e4t zu formulieren. P\u00e4dagogisch wird daher die F\u00f6rderung der F\u00e4higkeit zur Selbstsozialisation im jungen Menschen gefordert, u.a. durch verst\u00e4rkte Biografiearbeit.<\/p>\n<p><strong>Die F\u00f6rderung der psychischen F\u00e4higkeit zur gelingenden Sexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Die Forschung, die sich eher mit der Frage der Sexualit\u00e4t an sich besch\u00e4ftigt, stellt fest: Gelingende Sexualit\u00e4t in einer Partnerschaft ist den Menschen m\u00f6glich, die die F\u00e4higkeit entwickelt haben, Beziehung und Selbstsein einerseits und Emotionalit\u00e4t und Rationalit\u00e4t und Moralit\u00e4t andererseits balancieren zu k\u00f6nnen. Dazu braucht es eine sexualp\u00e4dagogische Begleitung, die sich nicht allein auf Aufkl\u00e4rung beschr\u00e4nkt, sondern ihre Aufgabe auch in der Entwicklung der genannten F\u00e4higkeiten im jungen Menschen sieht.<\/p>\n<p><strong>Was wir im Studiengang vermitteln:<\/strong>\u00a0Das Wissen und die F\u00e4higkeit, um gelingende Geschlechtlichkeit und gelingende Sexualit\u00e4t im jungen Menschen zu f\u00f6rdern.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Studiengang wurde nicht von Theoretikern, sondern von Praktikern entwickelt. Sie blicken zur\u00fcck auf eine beinahe 20j\u00e4hrige Erfahrung der Sexualberatung. Also der Beratung von Jugendlichen, von verliebten und verheiraten Menschen oder von Menschen, die mit ihrer Sexualit\u00e4t und ihren sexuellen Impulsen Schwierigkeiten hatten. 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